Giorgio Moroder – Déjà Vu

VÖ: 12.06.2015

Label: Sony

Genre: Electro-Pop / Disco

Giorgio Moroder ist eine Produzenten-Ikone der Disco-und Electronic Dance-Music, dessen Bedeutung nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Man muss sich ja nur einmal die Liste der Künstler anschauen, mit denen der Südtiroler bereits zusammen gearbeitet hat. Nicht nur Donna Summer verdankt ihm legendäre Hits wie I Feel Love, Love To Love You Baby und Hot Stuff, auch Blondie, David Bowie, Irene Cara oder Berlin u.a. kamen in den Genuss künstlerisch und/oder kommerziell erfolgreicher Songs. Mal ganz zu schweigen von all den Interpreten aus Pop, Disco und Dance, auf die Moroder Einfluss geübt hat. Die French House-Pioniere Daft Punk wussten schon ganz genau, weshalb sie ihn anlässlich ihres Comeback-Albums Random Access Memories dazu bewegten, über seine musikalischen Anfänge und Erfolge zu sprechen. Dies führte bekanntlich zu dem großartigen Giorgio By Moroder, das den darin Geehrten wiederum zu einer Rückkehr ins Musik-Business ermutigte. Er begann im Alter von über 70 Jahren damit, als DJ zu arbeiten, touren und Songs zu remixen. 2014 folgte ein erstes selbst produziertes Hi-NRG-Stück (Giorgio’s Theme). Dann waren von ihm allerdings Aussagen zu vernehmen, die etwas irritierend anmuteten: er bezeichnete z.B. David Guetta und Tiësto als „die Besten“ ihres Faches und äußerte den Wunsch, mit Sängerinnen wie Miley Cyrus oder Katy Perry zusammen arbeiten zu wollen. Diese Meinung bleibt ihm zwar durchaus vorbehalten, aber es lässt auch ein wenig nachvollziehen, weshalb er uns ein solch profilloses, austauschbares LP-Comeback (nach 30 Jahren!) präsentiert. Mit fast allen Songs scheint er sich an die gegenwärtige, Charts-orientierte Jugend anbiedern zu wollen, mit Kylie Minogue, Sia, Kelis und Britney Spears (mit der Moroder ein lahmes Cover des Suzanne Vega-Hits Tom’s Diner vorlegt) u.a., die allesamt keine Akzente setzen können. Nur selten überzeugt er, bezeichnenderweise mit jenen Tracks, die er ohne Gast produzierte (vor allem 74 Is The New 24).

Note: 5,0   

www.giorgiomoroder.com/

 

Giorgio Moroder feat Kylie Minogue from Daniel Börjesson on Vimeo.

Die größten Giorgio Moroder-Hits auf laut.fm – hicemusic:

https://hicemusic.wordpress.com/hicemusic-moroder-time/

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3 Antworten zu Giorgio Moroder – Déjà Vu

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