Róisín Murphy – Hairless Toys

VÖ: 08.05.2015

Label: Play It Again Sam

Genre: Art-Pop / Electronica

Keine Frage, nach dem Ende des Electronica/Trip-Hop-Duos Moloko hat es die charismatische Sängerin stets verstanden, ihren individuellen, experimentellen sowie extrovertierten Stil beizubehalten, ohne den Sound der Ursprungsband lediglich zu kopieren. Das ist ihr selbst natürlich zum größten Teil anzurechnen, aber auch den Produzenten und Instrumentalisten, die ihr auf den bisher zwei Solo-LPs zur Seite standen. Vor ziemlich genau 10 Jahren, auf Ruby Blue, war dies zuvorderst Matthew Herbert, der seinen Ansatz der ambitionierten Herangehensweise an Musik in Form von jazzig-souliger Disco-Electronica zur Geltung brachte. An dem Nachfolger Overpowered (2007) waren gleich mehrere Kreative beteiligt (u.a. Richard X, Jimmy Douglass, Carl Cox oder Groove Armada-Mitglied Andy Cato), die ihm einen poppig-zugänglicheren Touch verliehen. Dies soll aber nicht bedeuten, dass die Irin die Beteiligten frei walten ließ. Ganz im Gegenteil, sie hat glücklicherweise ganz eindeutige Soundvorstellungen, weshalb es gewiss schon zu Streitigkeiten kam. Dennoch, auf Hairless Toys, dem Comeback nach 8 Jahren, hat sie die Zusammenarbeit mit Eddie Stevens versucht, der bereits an Arbeiten von Moloko als auch den Solowerken beteiligt war, allerdings nun als ausführendem Produzenten. Das Ergebnis der Kooperation ist beeindruckend, denn so verspielt, wagemutig und Genre-ungebunden hat man Murphy wahrscheinlich – zumindest ohne Mark Brydon – noch nie erlebt. Eine exzellente Mischung aus anspruchsvollem Pop und den Möglichkeiten der Electronica, inklusive einer düstereren, persönlichen Thematik. Herausragend: die Single Exploitation.

Note: 2,0

www.roisinmurphyofficial.com/

Roisin Murphy – Exploitation from PIASGermany on Vimeo.

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6 Antworten zu Róisín Murphy – Hairless Toys

  1. Drittgedanke schreibt:

    Es gibt nur eine Róisín… 🙂

  2. FrauFrog schreibt:

    Ich habe sie letzten Samstag in HH live erlebt. Hinreißend irgendwie…

  3. Pingback: Album des Monats Mai 2015 | hicemusic

  4. Pingback: Róisín Murphy – Take Her Up To Monto | hicemusic

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