Sleater-Kinney – No Cities To Love

VÖ: 16.01.2015

Label: Sub Pop

Genre: Punk-/Indie-Rock

Wenn Musiker nach einer gewissen, womöglich auch langen Zeit zurück kehren und ein neues Album präsentieren, so ist man ja gemeinhin etwas skeptisch, ob die einstmalige Energie, Entschlossenheit sowie Überzeugungskraft noch vorhanden ist. Es gibt ja leider auch einige zumindest diskussionswürdige Beispiele, die solche kritische Infragestellungen nachvollziehbar werden lassen. Man denke da beispielsweise an das kürzlich veröffentlichte Pink Floyd-Comeback Endless River. Sleater-Kinney, das grandiose US-Trio, das sich seit den 1990er Jahren um die Riot Grrrl-Bewegung verdient gemacht hat und mit ausgezeichneten Werken wie Call The Doctor (1996), Dig Me Out (1997) und One Beat (2002) einen unwiderstehlichen Indie-/Punk-Rock-Sound inklusive intelligenter politischer, sozialkritischer Texte konzipierten (weshalb Greil Marcus sie einmal als „America’s best rock-band“ bezeichnete), sollte die Skepsis nicht nur in Maßen halten, sondern schnell verfliegen lassen. Denn auch wenn seit dem Erscheinen des letzten Albums The Woods 10, sowie 9 Jahre seit der zwischenzeitlichen Bandauflösung vergangen sind, wird deutlich, dass diese Pause Sleater-Kinney nicht sanft, genügsam oder bequem werden ließ. Ganz im Gegenteil, mit No Cities To Love ist ihnen ein beeindruckendes Comeback gelungen, das druckvolle, vielfältig-moderne Sounds präsentiert (Produzent John Goodmanson stand erneut hinter den Reglern), mit höchst kritischen Lyrics, die sich beispielsweise mit bedenklichen Entwicklungen des Kapitalismus auseinandersetzen. Ganz sicher das erste bedeutsame Statement des Jahres 2015!

Note: 1,7

www.sleater-kinney.com/

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4 Antworten zu Sleater-Kinney – No Cities To Love

  1. Stepnwolf schreibt:

    Jepp, eines der ersten Alben in diesem Jahr, die ich gern gehört habe. Auch weil es schön war, überhaupt mal wieder was von den ‚Mädels‘ zu hören. 🙂

  2. Pingback: Minden – Sweet, Simple Things | hicemusic

  3. Pingback: Sleater-Kinney – The Center Won’t Hold | hicemusic

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